Obsternteaktion der Mörikeschule

Natur erleben und Zusammenhalt stärken: Obsternteaktion der Schulsozialarbeit der Mörikeschule am Lapidarium in Aspach

Ein nebliger, typischer Herbsttag, Apfelduft in der Luft und zahlreiche Kinder mit Eimern und leuchtenden Augen – so präsentierte sich Ende September die Wiese am Lapidarium in Aspach, auf der die Schülerinnen und Schüler der Mörikeschule Backnang im Rahmen einer liebevoll organisierten Obsternteaktion selbst Hand anlegten. Unter der Leitung von Simone Maille vom Kreisjugendring Rems-Murr und auf Initiative von Anett Röpke der Schulsozialarbeit der Mörikeschule erlebten die Kinder hautnah, woher das Obst kommt, das sie sonst nur aus der Schulküche oder dem Supermarkt kennen. Die Gemeinde Aspach stellte hierfür großzügig Flächen zur Verfügung, die Koordination der Aktion lag bei Nadine Thoman, Geschäftsführerin des Schwäbischen Mostviertels, die das Projekt mit großem Engagement unterstützte und begleitete.

An zwei Vormittagen, am 29. und 30. September 2025, machten sich die vier zweiten Klassen der Mörikeschule – eingeteilt in Kleingruppen – auf den Weg zur Obstwiese. Im Schatten der alten Streuobstbäume, einige von ihnen mit dem gelben Band der Mostviertel-Aktion als Zeichen für frei verfügbare Ernte geschmückt, wurden fleißig Äpfel gesammelt, besorgt geprüft und vorsichtig in Körbe gelegt. So wurde nicht nur geerntet, sondern auch gelernt: Die Kinder erfuhren, warum Streuobstwiesen für Artenvielfalt, Umwelt- und Klimaschutz so wichtig sind, und wie viel Arbeit hinter jedem handgepflückten Apfel steckt. Simone Maille verstand es dabei auf kindgerechte und herzliche Art, Wissen mit Spaß zu verbinden und ein Bewusstsein für regionale Lebensräume zu schaffen.

Ein großer Dank galt auch der Gemeinde Aspach, deren Bauhof bereits im Vorfeld die Obstwiese vorbereitete und gefallenes Fallobst entfernte, um den jungen Erntehelfern angenehme Arbeitsbedingungen zu schaffen. So entstand ein beispielhaftes Zusammenspiel zwischen Schule, Gemeinde, Jugendring und regionalen Akteurinnen des Schwäbischen Mostviertels, das eindrucksvoll zeigte, wie gemeinsames Engagement wirken kann, wenn Bildung, Umweltpädagogik und kommunales Handeln Hand in Hand gehen.

Besonders beeindruckt zeigten sich die begleitenden Lehrkräfte über die Begeisterung ihrer Schülerinnen und Schüler. Für viele Kinder war dies der erste direkte Kontakt mit Streuobstwiesen, und die Freude am Entdecken, Pflücken und Kosten spiegelte sich in ihren Gesichtern wider. Neben der Ernte stand auch das Gemeinschaftserlebnis im Fokus: Gemeinsam etwas Wertvolles für Natur und Umwelt zu tun, stärkte das Miteinander und das Verantwortungsbewusstsein der jungen Teilnehmenden.

Mit der Aktion knüpfte die Mörikeschule an die Zielsetzung an, Kinder frühzeitig für Nachhaltigkeit, regionale Produkte und Naturschutz zu sensibilisieren. Die gewonnenen Äpfel fanden anschließend Verwendung in kleinen Projekten rund ums Thema „Apfel“: Vom frischen Apfelsaft bis hin zu selbstgemachtem Apfelmus wurden in der Schule die Früchte der Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes verkostet.

Die Organisatorinnen waren sich am Ende einig: Diese gemeinsame Ernteaktion wird nicht die letzte dieser Art gewesen sein. Das Projekt hat nicht nur Wissen vermittelt und Freude bereitet, sondern auch sichtbare Brücken gebaut – zwischen Stadt und Land, Schule und Gemeinde, Bildung und gelebtem Naturschutz. Ein starkes Beispiel dafür, wie regionale Kooperation die schulische Arbeit bereichern und jungen Menschen wichtige Impulse für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur geben kann.