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Schwäbisches Mostviertel e.V.
Kirchberg 2-4
71554 Weissach im Tal

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17. Oktober 2016

Streuobst erhalten ist Gemeinschaftsaufgabe

Veranstaltungsrückblick

Am 13. Oktober 2016 trafen sich im in der Gaststätte Waldhorn in Däfern rund 30 Streuobstbegeisterte zum ersten Mostviertel-Stammtisch rund ums Thema nachhaltige Wertschöpfung von heimischem Streuobst. Der Stammtisch, der dankenswerter Weise durch den OGV Lippoldsweiler in Kooperation mit dem Verein Schwäbischen Mostviertel organisiert wurde, war der erste in einer Reihe von Stammtischen die im gesamten Schwäbischen Mostviertel künftig in unregelmäßigen Abständen stattfinden sollen.

Nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Ostfalk und einer kurzen Übersicht über die bisherigen und geplanten Aktivitäten des Schwäbischen Mostviertels durch Hannes Bürckmann vom Büro Neuland+ wurde – wie es sich für eine Stammtisch gehört – kräftig diskutiert. Hauptthemen waren dabei zum Einen die heuer wieder niedrigen Mostobstpreise mit der Folge, dass viele Streuobstwiesenbesitzer keine Notwendigkeit sehen, die „Produktionsgrundlage“, also ihre Streuobstbäume, zu pflegen und zu erhalten. Eine Lösungsmöglichkeit kann künftig die Erzeugung von Bio-Streuobst sein. Hier lag der Marktpreis in der vergangenen Mostobstsaison bei rund 20 Euro je 100 kg – im Vergleich zu rund 6 bis 7 Euro für konventionelles Obst. Da sich die Umstellung auf Bio aufgrund der Kontrollkosten insbesondere für Besitzer von kleinen Flächen nicht lohnt, gibt es in Teilen der Region bereits mehrere Ansätze zur so genannten „Sammelzertifizierung“, bei der sich die Flächenbesitzer in einer Gemeinschaft zusammenschließen und so deutlich niedrigere Kontrollkosten haben. In einer Kooperation zwischen den bisherigen Anbietern dieses Modells mit dem Verein Schwäbisches Mostviertel soll über diese Möglichkeit zur Steigerung der Wertschöpfung breit informiert und weiteren „Stücklesbesitzern“ zugänglich gemacht werden.

Das Hauptthema des Abends war aber die Frage der Pflege der Streuobstbäume und hier insbesondere die Bekämpfung der Misteln – ein Parasit, der mittlerweile viele Streuobstbäume in der Region befallen hat und die Bäume schwächt. Als besonders problematisch wurde von den Teilnehmern am Stammtisch eingeschätzt, dass punktuelle Mistelaktionen nur einen geringen Effekt haben und sich viele Wiesenbesitzer nicht ausreichend kümmern. Als Ergebnis der Diskussion stand fest, dass man auf allen Ebenen gegen dieses Problem vorgehen muss. So wird von Seiten der Gemeinden verstärkt darauf hingewirkt, dass die Teilnehmer am vom Land geförderten Schnittprogramm verstärkt auf die Bekämpfung der Misteln hingewiesen werden. Außerdem sollen auch im Rahmen der Sammelzertifizierungen die Flächenbesitzer entsprechend informiert werden. Weiterhin soll im kommenden Winter eine „Petition“ an das Land gestartet werden, in der die Unterzeichner das Land auffordern, rechtliche Rahmenbedingungen zu prüfen bzw. zu gestalten, damit die Misteln großflächig bekämpft werden können. Die Koordination wird hier das Schwäbisches Mostviertel in Zusammenarbeit mit den Obst- und Gartenbau- sowie den Umwelt- und Naturschutzvereinen übernehmen.

Autor

Rudolf Scharer, Geschäftsstelle
Schwäbisches Mostviertel e.V.

07191/3531-19

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